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Datum 10. Mai 2017
Verfasser Der Vorstand

Das Bündnis Buntes Radebeul möchte sich jetzt wieder uneingeschränkt der Flüchtlingsarbeit widmen

Presseerklärung des Vorstands zum Ultimatum der CDU und seiner Zurücknahme

 

Seit Anfang Dezember 2016 war das Bündnis Buntes Radebeul e.V. in  Presse und Politik immer wieder wegen des Facebook-Hinweises auf einen  Abschiebetermin angegriffen worden. Die Reaktionen auf den“ Post“ durch die Medien, die CDU- Stadtratsfraktion und den Radebeuler Oberbürgermeister Wendsche haben dem Verein in der öffentlichen Wahrnehmung  geschadet und die Vereinsarbeit behindert.

(Im Übrigen werden solche Termine für Abschiebungen von verschiedenen Internetportalen der Hilfsorganisationen veröffentlicht. Der Hinweis auf Abschiebungen ermöglicht eine bessere Planung mit denen, die sich uns anvertraut haben; beispielsweise darf ein ärztliches Attest nicht älter als drei Monate sein – also erneuern; per Anwalt im Eilverfahren die Aussetzung der Abschiebung beantragen; überlegen, ob eine „freiwillige“ Ausreise aus Deutschland noch möglich ist; Kirchenasyl organisieren, wenn das sinnvoll ist. Wenn nichts mehr geht, überlegen, was die Flüchtlinge mitnehmen dürfen usw.   Wer mit Flüchtlingen zusammenarbeitet, weiß, wie wichtig es für alle Beteiligten ist, sich auf eine Abschiebung vorzubereiten. In diesem Sinne wurde der Facebook-Eintrag auf der Homepage des Vereins veröffentlicht.)

 

Gegenwärtig wird die Arbeit des Vereins nur auf diesen Facebook-Eintrag reduziert und lässt die tatsächlichen, kontinuierlichen Aktivitäten völlig in den Hintergrund treten. Daher hat der Vorstand des Bündnisses Buntes Radebeul  begrüßt, dass die CDU-Fraktion ihr Ultimatum gegen das Bündnis zurückgezogen hat.  (Zur Erklärung: während der Sitzung des Verwaltungsausschusses der Stadt Radebeul am 5. April 2017 gab es den Tagesordnungspunkt „Prüfung der weiteren Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bündnis“ mit einem Ultimatum.)

Dazu nimmt der Vorstand wie folgt Stellung:

In dem Ultimatum hatte die Radebeuler CDU-Fraktion von dem Bündnis „Buntes Radebeul“ verlangt,sich bis zum 30. April 2017 von jenem  Facebook-Eintrag vom 6. Dezember 2016 zu distanzieren, auf dem Abschiebungstermine für Flüchtlinge aus den Balkanstaaten mitgeteilt wurden; zugleich forderte die CDU-Fraktion, die für den Facebook-Post verantwortlichen Mitglieder aus dem Bündnis auszuschließen.

 

Wir stimmen der Erklärung des Radebeuler Sozialamtsleiters Elmar Günther zu, dass unser Verein „maßgeblich ein positives Klima zwischen Flüchtlingen und Radebeulern gefördert und dazu beigetragen hat, dass keine Eskalationen stattfanden“, dafür werden wir auch in Zukunft arbeiten. Darüber hinaus möchten wir uns als ehrenamtlich tätige Radebeuler(innen) auch weiterhin  unseren anderen eigentlichen Anliegen ungeteilt  zuwenden.

 

 Unsere ehrenamtlich ausgeführten Tätigkeiten haben verschiedene Schwerpunkte:

 

  • Gegenwärtig bestehen direkte Kontakte zu ca. 60 bis 70 Flüchtlingen durch Vereinsmitglieder und „Paten“. Zu den Flüchtlingen zählen zumeist Asylbewerber und Geduldete, aber auch Migranten, die den subsidiären Schutz bzw. eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen. Dabei geht es  um eine Vielzahl von Hilfen bei den Dingen des täglichen Lebens:  Verständigung mit der  Agentur für Arbeit, Hilfe beim Erlernen der deutschen Sprache, Zusammenstellung von Bewerbungsunterlagen,  Unterstützung bei der Wohnungssuche oder/und Gespräche über eine mögliche Rückkehr in das Herkunftsland.
  • Dabei wird eines immer wieder deutlich: Die professionell arbeitenden Einrichtungen können wichtige Orientierung und Grundinformationen geben, aber die weiterführende Begleitung und Schritte in eine beginnende Integration – die ja in der Regel einen sehr langen Zeitraum umfasst – kann nur im Rahmen persönlicher Kontakte gelingen. Wichtig ist aber gerade dieser Start, denn wenn der einmal verpasst wurde, besteht die Gefahr der Isolation, die in Depression, Frustration oder letztlich in Kriminalität münden kann.
  • Uns ist bewusst, dass wir nicht alle erreichen können, das hat uns die Arbeit, die wir seit 2013 mit der Vereinsgründung begonnen haben, gezeigt. Im Wohnheim auf der Kötitzer Straße bestanden feste hierarchische Strukturen. Mit viel Aufwand war es gelungen, Lern- und Freizeitangebote hier zu installieren, die auch von den schon länger im Heim lebenden Flüchtlingen genutzt wurden. Inzwischen ist es uns gelungen, mehrere Arbeits- und Ausbildungsverträge zu vermitteln sowie Vorbereitungen für universitäre Ausbildung und Sprachkurse mit Abschlusszertifikat zu unterstützen.
  • Das nächste wichtige Vorhaben für den Verein ist die Wiedereröffnung des Wohnheims. Hier bietet sich die Chance, in Zusammenarbeit mit Betreiber, Ausländerbehörde und Sozialbetreuung von Anfang an Zugang zu den Asylbewerbern zu finden und so negative Entwicklungen zu verhindern.

 

Wir hoffen, dass mit der Rücknahme des CDU-Antrages  ein sachliches, konstruktives Miteinander zwischen allen Gruppen zurückkehren wird, die in Radebeul in der Flüchtlingsarbeit involviert sind. Dies vorausgesetzt,  freuen wir uns auf produktive Zusammenarbeit bei der für alle Seiten schwierigen Aufgabe der Integration von Menschen, die aus großen Notlagen zu uns geflohen sind.

 

gez. Bündnis Buntes Radebeul e.V.

- Der Vorstand -

 


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