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Datum 14. Oktober 2013
Verfasser Felix Garz

Antwort auf das Interview mit Markus Ulbig zum Thema Asyl in der SZ vom 12./13. Oktober:

Im gesamten Interview mit Markus Ulbig gab es (leider) nur einen Aspekt den wir richtig fanden. Das war die Aussage darüber, dass sich das Asylverfahren beschleunigen soll und muss. Herr Ulbig spricht von neun Monaten für ein Verfahren, doch in der Realität ist die Qual für die Asylsuchenden noch nicht vorbei. Da die meisten Asylsuchenden abgelehnt werden, aber nicht ausreisen können und/ oder dürfen, bleiben diese meist Jahre in den ihnen zugeteilten Heimen sitzen.

Durch bürokratischen Papierkrieg raubt man Menschen mehrere Jahre ihres Lebens, da die „Geduldeten“ keinen Anspruch auf Sprachkurse haben und die Möglichkeit einer Arbeit nachzugehen durch Gesetze nahezu unmöglich gemacht wird (Davon abgesehen das Asylsuchende für die erste Zeit in Deutschland gar nicht arbeiten dürfen). Kein Wort gab es zur Förderung von dezentraler Unterbringung in Wohnungen. Diese Form würde zum einen Kosten sparen, zum anderen aber auch einen enormen Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft leisten! Dafür wurde von dem wirtschaftlichen Wert von Menschen gesprochen. Wir möchten Herrn Ulbig gerne einen Buchtipp geben: Das Grundgesetz. In Artikel 3 heißt es „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. Wo ist diese Gleichheit, wenn nicht die einzelnen Schicksale der Menschen bearbeitet werden, sondern deren Bildungsgrad? Mir kommt es vor als habe Herr Ulbig bei dem Asylverfahren eher die Vorstellung von einer Art Bewerbungsgespräch in einer Firma als von einem Hilfegesuch von einem Menschen. Wenn er anfängt Menschen nach wirtschaftlichem Wert zu kategorisieren, dann hat er wohl das C in CDU nicht wirklich verstanden. Des weiteren Macht Herr Ulbig den Fehler Migrationsbewegungen und Asyl miteinander zu vermischen. Zur Aufklärung: die eine Gruppe verlässt die Heimat aus freien Stücken um in einem anderen Land zu leben, die andere flieht unfreiwillig vor Gewalt, Terror, Diskriminierung und Unterdrückung. Zur Bildunterschrift: „Markus Ulbig will verhindern, dass es in Sachsen ausländerfeindliche Proteste gibt“. Anscheinend ist ihm entgangen, dass die NPD vor genau einem Jahr ihre Anti-Asyl-Tour durch Sachsen gestartet hatte. Vielleicht entgeht ihm auch, dass in Dresden Menschen wegen ihres Aussehens überfallen werden. Asylsuchende werden viel zu sehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt und dadurch zu „Sonderlingen“. Eine Eingliederung in die Gesellschaft wäre viel gewinnbringender! Unser Wunsch ist es, dass „ausländisch aussehende Menschen“ nicht mehr mit komischen Blicken bedacht werden, sondern ein alltägliches Bild auf der Straße werden. Zusammenfassend: Markus Ulbig höhlte das Thema im Interview extrem aus, bewies gefährliches Halbwissen und zeigt keine neuen Lösungsvorschläge auf. Er zeigt ein mir unvorstellbares Weltbild auf, in dem Schutzsuchende sich dafür rechtfertigen müssen in Deutschland Zuflucht zu suchen und eventuell nicht den gewünschten Bildungsstandard des Herrn Ulbig vorweisen können. Vielleicht möchte er noch einmal mit seinem CDU-Kollegen und Ausländerbeauftragten Dr. Martin Gillo reden. Dieser bewies in dem Thema sehr viel Verständnis und Sachverstand. Wir hoffen und wünschen uns, das Asylsuchende in Deutschland bald nicht mehr als Belastung, sondern als Bereicherung der Kultur und Gesellschaft angesehen werden, doch bis dahin scheint es mir noch ein langer Weg zu sein. Vorstand Bündnis Buntes Radebeul e.V.


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